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gegr. 1859
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21. November 2018 (18:00 Uhr s.t.) „Die Universalität der Menschenrechte im Zeichen der Verfassungsentwicklung in islamischen Staaten“
Prof. Dr. Hermann-Josef Blanke, Universität Erfurt

Der Referent wird bei der Untersuchung des menschenrechtlichen Universalitätsprinzips im Lichte der Verfassungs- und Rechtsentwicklung in islamischen Staaten mit einem Seitenblick auch auf das Phänomen des politischen Islams eingehen. Im Mittelpunkt steht jedoch die Frage, ob angesichts zahlreicher kulturrelativistischer Tendenzen innerhalb des Islams ein gemeinsamer ethischer Fundus für die Universalisierung menschenrechtlicher Schutzgehalte rechtlich fruchtbar gemacht werden kann. Mit diesem Ziel sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im abendländischen und im muslimischen Verständnis universaler Menschenrechte hinterfragt und dabei auch die allmähliche Rezeption, insbesondere des Topos der Menschenwürde in der Rechtsprechung ausgewählter islamischer Staaten, untersucht werden.
Prof. Dr. Blanke – Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europäische Integration an der Universität Erfurt – wird vor allem der Frage nachgehen, ob hierin ein Vehikel für ein gleichgerichtetes normatives Verständnis universeller Menschenrechte, namentlich in Gestalt eines effektiven gerichtlichen Schutzes menschenrechtlicher Garantien, gesehen werden kann. Es wird auch darum gehen, ob die Säkularität des modernen Verfassungsstaates eine unverzichtbare Bedingung für eine universale und in ihrem Schutzgehalt von weltanschaulichen Voraussetzungen und religiös-politischen Zielen unabhängige Gewährleistung von Menschenrechten ist. Wie ist dann das Scharia-Recht mit der Idee der Menschenwürde und der Pflicht zur Achtung äquivalenter Menschenrechtsstandards zu vereinbaren?                                  

Die Veranstaltung findet statt im:

Kammergericht (Plenarsaal)
Elßholzstraße 30-33
10781 Berlin-Schöneberg

Gäste sind (auch ohne Anmeldung) willkommen. Im Anschluss laden wir zu einem Umtrunk ein.